Regenanlagen

Beregnungsanlagen                                   

ALLGEMEINE MONTAGE- UND BEDIENUNGSANLEITUNG FÜR FEST EINGEBAUTE VERSENKREGNERANLAGEN

NEU: Planungsanleitung f. Hausgärten  als PDF

Versenkregneranlagen verlangen hinsichtlich Wartung und Bedienung einen geringeren Aufwand. Trotzdem sind einige Dinge zu beachten, damit eine solche Anlage über einen langen Zeitraum hinweg ihre volle Funktion erfüllt und zur Zufriedenheit arbeitet.

Was ist also zu beachten?

1. MONTAGE

1.1

Beim Anschluß an das öffentliche Versorgungsnetz Vorschriften des Wasserwerkes bzw. Richtlinien des DVGW (Deutscher Verein der Gas- und Wasserfachmänner eV) unbedingt beachten.

1.2

Rohrgräben so anlegen. daß möglichst wenige Entleerungen erforderlich sind, denn vor Frosteinbruch muß das Wasser abgelassen werden; bei Kunststoffrohren braucht es nicht der letzte Tropfen sein.

1.3

Rohre sind bei steinigem Boden in ein Sandbett zu legen. Das Sandbett sollte das Rohr allseitig 10 cm umgeben.

1.4

Rohre nach dem Verlegen andecken; hierbei die Kupplungen offenlassen. Nach Beendigung der Rohrverlegung ist eine Druckprobe mit dem 1,5-fachen Betriebsdruck durchzuführen (bei PVC-Rohren müssen Rohranker vorgesehen werden). Erst danach Rohrgräben ganz zuschütten.

1.5

Einbau der Versenkregner erdbodengleich. In frisch aufgeschüttetem Boden Regnergehäuse um 1 - 2 cm tiefer setzen. Regner stets erst in die Feinplanie einbauen, da sonst ein genauer Einbau nicht möglich ist und außerdem beim Aufbringen der letzten Mutterbodenschicht Gehäuse zugeschüttet und beschädigt werden können.

1.6

Unter jedem Regnergehäuse muß eine Sickerpackung von ca. 30 I (1/3 Schubkarre) aus sandfreiem Grobkies, Körnung ca. 30 - 50, eingebracht werden. Sehr wichtig für eine einwandfreie Entwässerung des Regnergehäuses in den Untergrund.

1.7

Programmgesteuerte Anlagen, hydraulisch oder elektrisch, nach besonderen Montageanleitungen anschließen.

Darüber hinaus einige Hinweise:

Bei hydraulischen Ventilen lange und ausgiebig entlüften bevor diese fest angeschlossen werden. Steuerleitungen mit dem 1 ,5-fachen Betriebsdruck abpressen, denn Leckstellen lassen sich bei dem kleinen Querschnitt nur schwer finden, wenn der Graben verfüllt ist. Steuerleitungen seitlich unter dem Zuleitungsrohrfestbinden (z.B. mit Scotch-Band).

Elektrische Ventile mit zweiadrigem Kabel anschließen. Möglichst nur Ventile verwenden, bei denen die Öffnungs- und Schließzeiten einstellbar sind. Schlagartiges Öffnen und vor allem Schließen läßt sich dann vermeiden.

Vor dem Anschließen der MV (Magnetventile) Spannungs- und Stromartangabe auf dem Typenschild überprüfen und mit dem Schild am Steuergerät vergleichen; Verwechslungen kommen sehr leicht vor.

Bei im Boden verlegten elektrischen Leitungen nur Kleinspannungen 24 V/50 Hz zulässig. Für Installationsarbeiten bei einer Kleinspannung von 24 V ist ein Elektriker nicht erforderlich.  

1.8

Pumpenanlagen mit Elektromotoren nach den VDE-Vorschriften von einem Elektrofachmann an das Netz anschließen lassen. Örtliche Bestimmungen beachten!

2. BEDIENUNG

2.1

Erste Inbetriebnahme  

Nach der Montage sind die Rohrleitungen gründlich zu spülen. Am besten man läßt hierfür den letzten Regner auf jeder Leitung erst einmal weg oder mit Spülbogen, damit alle Verschmutzungen, die während der Montagearbeiten eingedrungen sind, ungehindert herausgespült werden können. Hauptleitungen zu den Ventilen getrennt spülen, da sich die Ventile sonst zusetzen.  

Grundsätzlich sind Rohrleitungen langsam zu füllen, d.h. Absperrschieber allmählich öffnen, unter Beachtung des vorgesehenen Betriebsdruckes. Trotz gründlicher Spülung wird sich in der ersten Zeit immer wieder eine Regnerdüse zusetzen. Düse herausschrauben und kurz durchspülen. Zum Herausdrehen der Düse Holzkeil unter den Deckel schieben oder Deckel abnehmen (Steckschlüssel verwenden).  

Sektoren derTeilkreisregner nachstellen. Beim Verstellen an dem Schenkel drücken, der die Feder aufweitet. Bei programmgesteuerten Anlagen Bedienungsanleitung für das Steuergerät beachten.

2.2

Allgemeine Wartungsarbeiten  

Von Zeit zu Zeit sind die Gehäuse der Regner zu reinigen; besonders bei Tennisanlagen, da trotz des sandabweisenden Spezialdeckels im Laufe der Zeit Rotgrand eindringt und die Sickeröffnungen verstopft.

Weitere Wartungsarbeiten entfallen.  

Die Höhe der Regnergehäuse ist gelegentlich zu überprüfen. Infolge von Bodensetzungen können Beschädigungen, durch Pflegemaschinen verursacht, auftreten. Die Regner sind dann tiefer zu setzen. Umgekehrt kann es notwendig werden, Regner höher zu setzen, weil im Laufe der Jahre die Grasnarbe "hochgewachsen" ist.  

Der Regnerstrahl ist zu beobachten, ob Verstopfungen von Düsen zu erkennen sind. Diese sind dann sofort durch Reinigung der Düsen zu beheben.

2.3

Außerbetriebnahme  

Vor Wintereinbruch sind das Rohrleitungsnetz und gegebenenfalls die Pumpenanlage zu entleeren. Entleerungsschieber und -stopfen offenlassen bis zur erneuten Inbetriebnahme im nächsten Frühjahr.

Bei Anlagen mit Programmsteuerung beachten, daß sich auch an den Ventilen Entleerungen befinden.  

In vielen Fällen wird eine Druckluftentleerung angewendet; über eine Druckluftkupplung, meist am Hauptanschluß, werden die einzelnen Beregnungsstränge mittels Kompressor durch Betätigen der Absperreinrichtung nacheinander ausgeblasen.

Defekte Teile der Anlagenkomponenten sofort ausbauen und reparieren bzw. zur Reparatur einsenden; nicht erst bis zum Frühjahrwarten.

Hauptschalter an den elektrischen Anlage ausschalten.